Eigentlich will Issa diese Reise gar nicht antreten. Schwanger
sitzt sie im Flugzeug nach Douala, angetrieben von ihrer
Mutter, die bei der bevorstehenden Geburt um das Leben
ihrer Tochter fürchtet.
In Kamerun, dem Land ihrer Kindheit, soll sie den heilsamen
Weg der Rituale gehen, unter den Adleraugen ihrer Omas.
Doch so einfach ist das alles gar nicht, wenn man in Frankfurt
zu Schwarz und in Buea zu deutsch ist. Der Besuch wird für
Issa eine Auseinandersetzung mit der eigenen
Familiengeschichte und der Gewissheit, dass sowohl
Traumata als auch der unbedingte Liebes- und
Lebenswille vererbbar sind.
Kunstvoll verwebt Mirrianne Mahn die Schicksale von fünf
Frauen miteinander, deren Leben mehr als ein Jahrhundert
auseinanderliegen und doch über die Linien koloniale
Ausbeutung und Streben nach Selbstbestimmung
verbunden sind. Ein empowerndes, ein kraftvolles, ein
eindringliches Debüt.
Mirrianne Mahn ist politische Aktivistin, Autorin,
Theatermacherin, Stadtverordnete in Frankfurt am Main
und freiberufliche Referentin für Diversitätsentwicklung.
Sie setzt sich in ihren Arbeitsbereichen gegen alle Formen
der Diskriminierung und für mehr Diversität in allen
Lebensbereichen ein.

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